Mein Weg zurück ins Leben: Wie ich als Lkw-Fahrer zwei Schlaganfälle überlebt habe

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Es war an einem Samstag im Juli 2025. Ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen. Seit fünf Jahren arbeitete ich ausschließlich in der Nachtschicht – eine harte Routine im Laufe meiner insgesamt elfjährigen Karriere als Lkw-Fahrer, in der ich ganz Deutschland und Europa durchquert habe. An diesem Wochenende fuhr ich eine Containertour für Gebrüder Weiss von Straubing nach Österreich, dann weiter nach München und schließlich zurück zum Betriebshof.Bereits in der Nacht zum Freitag, als ich in der Nähe von München war, fühlte ich mich unwohl. Doch ich dachte mir nichts Schlimmes dabei. Ich schob es auf die extreme Müdigkeit. Um ca. 4:00 Uhr morgens kam ich schließlich zu Hause an, nachdem ich seit 16:00 Uhr des Vortrags am Steuer gesessen hatte. Völlig erschöpft legte ich mich ins Bett und schlief sofort ein.Doch die Ruhe hielt nicht lange an. Ich erinnere mich genau, wie ich um 5:45 Uhr durch einen stechenden Schmerz im Nacken aufwachte. Als ich mich an der Nase kratzen wollte, traf ich stattdessen mein Auge – meine Koordination war völlig gestört. Ich versuchte aufzustehen, aber mit großer Mühe. Da ich ein stattlicher Mann von 1,86 m Körpergröße und 105 kg Gewicht bin, dachte ich immer noch, es sei nur die Erschöpfung. Doch als ich das Bett verließ, brach ich zusammen. Ich schleppte mich sprichwörtlich auf dem Bauch und an den Wänden entlang ins Badezimmer. Dort wusch ich mir irgendwie das Gesicht und legte mich zurück ins Bett.Gegen Mittag kam meine Frau zu mir und erinnerte mich daran, dass wir um 12:00 Uhr nach Tschechien fahren wollten, um etwas einzukaufen. Ich sagte ihr nur, dass es mir sehr schlecht gehe und ich noch etwas schlafen müsse. Danach schlief ich wieder ein – oder verlor das Bewusstsein. Als ich um 12:00 Uhr wieder die Augen öffnete, waren die Symptome unverändert.Wir fuhren ins Krankenhaus. Ich wurde im Klinikum Viechtach stationär aufgenommen. Von Samstag bis Donnerstag lag ich dort – allerdings ohne eine klare Diagnose. Am Freitag machten die Ärzte einen MRT-Termin für den Folgetag aus und entließen mich vorerst nach Hause. Auf dem Weg zum Auto sagte ich zu meiner Frau: „Mit meinem Kopf stimmt etwas nicht, mir geht es gar nicht gut.“ Sie lachte noch, ahnungslos, wie ernst es war.Am nächsten Tag kehrte ich für den MRT-Termin in das Krankenhaus zurück. Ich ging in den Untersuchungsraum, zog mich bis auf die Unterwäsche aus und legte mich auf die Liege. Sie legten mir einen Zugang und spritzten mir das Kontrastmittel in die Vene. Die Untersuchung begann. Doch schon nach etwa 7 bis 10 Minuten wurde der Vorgang abgebrochen. Drei Ärzte kamen hektisch in den Raum und sagten mir, ich dürfe mich unter keinen Umständen mehr bewegen: Ich hatte einen Schlaganfall!Sie brachten sofort einen Rollstuhl, aber ich weigerte mich, geschoben zu werden, und ging aus eigener Kraft zurück auf die Station. Doch ab diesem Moment begannen die schweren neurologischen Ausfälle. Ich konnte nicht mehr richtig gehen, mein Augenlid hing herab, ich stolperte, wurde vergesslich und hatte massive Sprachstörungen. Keine 24 Stunden später erlitt ich einen zweiten Schlaganfall. Die Probleme hörten hier nicht auf. Es folgte ein langer und harter Weg zurück ins Leben im Mittelbayerischen Rehabilitationszentrum in Bad Kötzting.

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Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ich bin kein Arzt. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall wählen Sie bitte sofort den Notruf (112). Konsultieren Sie für medizinische Fragen immer einen Facharzt.

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